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Blutzuckerteststreifen

Blutzuckerteststreifen werden zur Feststellung der Menge an Blutzucker verwendet. Eine ständige Überwachung des Blutzuckergehalts hilft den betroffenen Diabetikern, ihren Diabetes erfolgreich unter Kontrolle zu halten.
Blutzuckerteststreifen sind sogenannte „Biosensoren“, die mit gewissen Enzymen versehen sind. Das durch das getestete Blut sich ergebende chemische Signal wird vom Teststreifen in ein anderes Signal umgewandelt. Daran nimmt dann das Blutzuckermessgerät eine elektrische Messung vor. Das Signal wird in weiterer Folge in einen entsprechenden Zahlenwert umgerechnet. Dazu ist eine Blutprobe erforderlich, die auf einen Blutzuckerteststreifen aufgebracht wird.

Anrecht auf Diabetes Teststreifen

Die regelmäßige Messung des Blutzuckers ist für Diabeteskranke alltäglich. Vor allem wer sich Insulin zuführen muss, muss auch regelmäßig seine Werte kontrollieren. Die Häufigkeit der Messungen ist individuell unterschiedlich und hängt vom Einzelfall ab. Somit ist auch die Anzahl der erforderlichen Blutzuckerteststreifen vollkommen unterschiedlich.
Menschen mit Diabetes, die Insulin spritzen müssen, dürfen so viele Teststreifen verordnet bekommen, wie die Behandlung erfordert. Eine Obergrenze pro Quartal gibt es nicht. Viele Ärzte sind jedoch unsicher, wie viele Teststreifen sie den Patienten verordnen dürfen. Die Informationen der Krankenkassen sind oftmals derart formuliert, dass sie von den Ärzten unterschiedlich interpretiert werden. Werden als „Orientierungsrahmen“ 400 Teststreifen pro Quartal angeführt, befürchten viele Ärzte, die Kosten einer Mehrverschreibung selbst übernehmen zu müssen. Anders bei Patienten aus, die sich nicht Insulin spritzen müssen. Bei diesen können Teststreifen im Ausnahmefall bewilligt werden, allerdings lediglich 50 Streifen pro Behandlungssituation.

 

Übernahme Krankenkasse Blutzuckermessgerät

Blutzuckermessstreifen – wann bezahlt die Krankenkasse?

Der zuständige „Gemeinsame Bundesausschuss“ bietet auch bei Blutzuckerteststreifen für Diabetiker vom Typ-2, die nicht Insulin spritzen müssen, Richtlinien für die Erstattung von Gesundheitsleistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen. Diese bekommen keine Kosten für Teststreifen rückerstattet. Aber es bestehen auch Ausnahmen.

  • Bei Anzeichen von akuten Erkrankungen wie z.B. Fieber, Magen-Darm-Beschwerden bzw. bei instabilem Zuckerstoffwechsel.
  • Bei deutlichen Hinweisen auf Über- oder Unterzuckerungen.
  • Wenn die aktuellen Blutzuckerwerte bzw. der Langzeitwert HbA1C sich deutlich außerhalb des Zielbereichs befinden.
  • Bei absehbaren Ereignissen, die zu einer deutlich instabilen Stoffwechsellage führen können.
  • Auch bei erstmaliger Diagnose von Typ-2-Diabetes.

So hat sich also für Diabetiker vom Typ-2 nur sehr wenig geändert. Nicht betroffen von den neuen Bestimmungen sind alle Patienten, die Insulin benötigen und Frauen mit Gestationsdiabetes.

Die Anzahl von Teststreifen, die einem Typ-2-Diabetiker erstattet werden, ist schwer zu sagen. Das ist abhängig von der individuellen Situation und der ärztlichen Diagnose. Laut aktueller Verordnung sollen es bis zu 50 Teststreifen pro Behandlungssituation sein.

Die Haltbarkeit von BlutzuckerteststreifenBlutzuckerteststreifen für Blutzuckermessgerät

Grundsätzlich sind Blutzuckerteststreifen nach dem Öffnen des Behälters etwa vier Monate verwendbar. Allerdings nur dann, wenn

  • der Behälter nach der Entnahme gleich geschlossen wird und
  • der Behälter nicht schnellen Temperaturwechseln von warm nach kalt ausgesetzt ist, die zum Kondensieren der Luft innerhalb des Behälters führen können.


Blutzuckermessstreifen sind deshalb nur begrenzt haltbar, weil sie eine chemische Substanz enthalten, die den Blutzucker bei der Blutzuckerbestimmung oxidieren lässt. Diese chemische Substanz reagiert mit Kondenswasser bzw. der Luftfeuchtigkeit. Enthält die Luft im Teststreifenbehälter ausreichend viel Feuchtigkeit, kommt es zu einer Reaktion mit der chemischen Substanz. Bei Abgabe einer Blutprobe findet dann nicht mehr die erforderliche chemische Reaktion statt. Deshalb sollte der Behälter nach der Entnahme des Teststreifens rasch wieder geschlossen werden.