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Blutzucker messen

Unter dem Begriff „Blutzucker“ versteht man die Höhe des Glucose-Anteils im menschlichen Blut. Glucose ist ein wichtiger Energielieferant, genauer gesagt handelt es sich dabei um ein sogenanntes „Monosaccharid„, also einen Einfachzucker. Der menschliche Körper, besonders das Gehirn, die roten Blutkörperchen und das Nierenmark benötigen zur Gewinnung von Energie Glucose. Die anderen Körperzellen gewinnen die Energie hauptsächlich beim Fettstoffwechsel. Glucose ist aber in der Lage, die sogenannte „Blut-Hirn-Schranke“ zu überwinden und versorgt auf diese Weise das Gehirn mit Energie. In der Medizin wird der Blutzuckerwert als wichtiger Messwert herangezogen. Ist dieser Wert dauerhaft erhöht, kann die Erkrankung Diabetes mellitus vorliegen.
Bei der Blutzuckermessung wird also der Zucker- bzw. Glukose-Gehalt im Blut festgestellt, man spricht vom Blutzuckerspiegel. Angegeben wird dieser Wert in den Einheiten Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder Millimol pro Liter (mmol/l). Diese Blutzuckermessung ist ein einfaches Verfahren zur Diagnose von Krankheiten, die mit einem zu hohen oder zu niedrigen Blutzuckerspiegel zusammenhängen. Den Blutzucker messen sollte man nüchtern, es empfiehlt sich die Verwendung eines Blutzuckermessgerätes.

Ein solches Gerät kann man im Fachhandel oder auch online kaufen, dazu empfiehlt es sich, einige Testberichte zu studieren. Auf unserer Seite www.blutzuckermessgerät.org kann man alle erforderlichen Informationen zu diesem Thema einholen, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Zum Blutzucker messen laut Anleitung wird ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe entnommen und auf einen Teststreifen aufgebracht. Diesen Streifen wertet das Blutzuckermessgerät aus. Natürlich ist es auch möglich, den Blutzucker zu messen ohne zu stechen, also ganz ohne Blut und ohne einen Teststreifen zu verwenden. Eine neue innovative Methode ist z.B. das „Flash Glucose Monitoring“. Dabei ist ein Sensor am Oberarm angebracht, der die Daten misst und speichert. Ein Lesegerät wird dann über den Sensor geführt und der aktuelle Glukosewert sowie die Werte der letzten Stunden werden übertragen.

 
Blutzuckermessung

Welche Messmethoden gibt es beim Blutzucker messen?

Die Messung des Blutzuckerspiegels ist für Risikogruppen wie Diabetiker eine tägliche Notwendigkeit. Doch welches Messverfahren ist zu empfehlen? Die Antwort ist ganz einfach: Beide üblicherweise verwendeten Verfahren sind überaus genau. Beide Messverfahren benötigen einen Tropfen Blut, der meist durch einen Stich in die Fingerkuppe gewonnen wird.

 

 

 

 

Das amperometrische Verfahren

Die sogenannte „amperometrische Messung“ gilt als etwas zuverlässiger, die Geräte sind auch etwas teurer. Messgeräte mit amperometrischer Messung besitzen kein sichtbares Testfeld. Es wird eine geringe elektrische Spannung angelegt, die durch das Blut geleitete Stromstärke gemessen und auf einem LCD angezeigt.

Die optischen Messverfahren

Bei der optischen Verfahrensweise wird das Blut über eine Kapillare in das Innere des Messgerätes gesaugt. Dort sind chemische Stoffe eingelagert, die mit dem Blutzucker entsprechend reagieren. Das führt zu einer Farbveränderung im Testfeld, woran der jeweilige Wert dann abgelesen werden kann.

 

Die korrekte Blutzuckermessung

Weil die tägliche Nahrungsaufnahme den Blutzuckerspiegel deutlich beeinflusst, empfiehlt es sich, den Blutzuckerspiegel nüchtern, also zwölf Stunden nach der letzten Mahlzeit zu messen. Der zeitliche Abstand zur letzten Mahlzeit ist überaus wichtig. Denn bei kohlenhydratreichem Essen wie z. B. Nudeln können Blutzuckerwerte von bis zu 220 mg/dl bzw.12,32 mmol/l festgestellt werden. Dennoch ist der Betreffende nicht zuckerkrank.
Die Blutzuckermessung erfolgt üblicherweise an der Fingerkuppe. Man sollte sich alle erforderlichen Utensilien zurechtlegen, bevor man mit der Messung beginnt. Das sind das Messgerät, die Teststreifen, eine Stechhilfe mit Lanzette, Tupfer, Tagebuch und Stift. Man sollte sich auch vergewissern, dass die Codenummer des Teststreifenbehälters mit der Einstellung des Blutzuckermessgeräts übereinstimmt.

Die korrekte Blutentnahme

Kalte Finger deuten auf eine schlechte Durchblutung. Deshalb sollte man die Finger vor der Blutentnahme bewegen oder massieren, das fördert die Durchblutung. Warmes Wasser fördert die Durchblutung, deshalb sollte man die Hände mit Wasser und Seife waschen. Danach die Hände gut abtrocknen. Wasser kann den Bluttropfen verdünnen und zu falschen Messergebnissen führen

Die schmerzarme Blutentnahme

Es ist besser an der Seite der Fingerkuppe zu stechen; dort ist das Schmerzempfinden deutlich geringer. Wenn möglich nicht an Daumen und Zeigefinger stechen. Diese beiden Finger werden zum Greifen benötigt und daher stören selbst kleine Verletzungen. Die Lanzetten der Stechhilfe vor jeder Blutentnahme unbedingt wechseln; stumpfe Lanzetten verursachen größere Verletzungen.


Kurze Info zu den Blutzuckerwerten

Ein normaler Blutzuckerwert liegt üblicherweise bei 80 bis 100 mg/dl (bzw. 4,4 – 5,6 mmol/l) nüchtern – das bedeutet, wenn man seit mindestens acht bis zwölf Stunden nichts gegessen oder nichts kalorienhaltiges getrunken hat. Im laufe des Tages kann der Wert auf bis zu 140 mg/dl (7,7 mmol/l) steigen. Liegt der Wert im nüchternen Zustand bei 126 mg/dl (7 mmol/l) oder höher, geht man von Diabetes aus.